Mühle Grüsch: Kreislaufarchitektur mit Strahlkraft
Die Transformation der ehemaligen Mühle Grüsch zeigt, wie sich industrielle Bestandsbauten durch konsequente Kreislaufwirtschaft in hochwertigen Wohnraum überführen lassen. Historische Substanz, erneuerbare Energie und zeitgemässe Architektur bilden ein stimmiges Gesamtkonzept.
Historische Substanz neu interpretiert
Der prägende Mühlenturm wurde zu einem rund 30 Meter hohen Wohngebäude mit 37 Wohnungen umgenutzt. Das ehemalige Hauptgebäude ergänzt das Ensemble mit 15 Loftwohnungen, die durch eine Holzerweiterung zusätzlichen Raum schaffen. Erhaltene Graffitis, sichtbare Gebrauchsspuren und roh belassene Oberflächen bewahren die industrielle Identität des Ortes und schaffen einen spannenden Kontrast zur alpinen Umgebung. Grosszügige Fensterflächen, Balkone und Loggien öffnen die Wohnräume zur Bündner Berglandschaft.
Kreislaufwirtschaft als Gestaltungsprinzip
Rund 60 Prozent der bestehenden Bausubstanz des Turms wurden erhalten und weiterverwendet. Wo neue Materialien erforderlich waren, kamen ECO-zertifizierte und möglichst regionale Produkte zum Einsatz. Sämtliche Bauteile wurden dokumentiert und für zukünftige Anpassungen oder einen späteren Rückbau erfasst. Für seinen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz wurde das Projekt mit drei DGNB-Zertifikaten ausgezeichnet, darunter dem ersten Rückbauzertifikat der Schweiz.
Nachhaltigkeit bis in die Küche
Photovoltaikanlagen an Fassade und Dach versorgen das Gebäude mit erneuerbarer Energie. Ergänzend sind sämtliche Wohnungen mit energieeffizienten Electrolux Küchengeräten ausgestattet. Ihre Ressourcen- und Energieeffizienz unterstützt den nachhaltigen Anspruch des Projekts und trägt zu einer langlebigen Nutzung bei.
Die Mühle Grüsch ist ein Beispiel dafür, wie Bestandserhalt, Kreislaufwirtschaft und moderne Wohnkonzepte zu einer architektonisch überzeugenden Lösung zusammengeführt werden können.




